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Nachrichten über Tiere und Naturschutz

Jetzt wird es Zeit für die Vogelfütterung

By |2020-12-03T18:38:33+01:00Dezember 3rd, 2020|Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema|

 |Quelle/ Bild: Nabu Köllertal
 

Die Vogelfütterung im Winter hat eine lange Tradition.

Viele einheimische Vögel profitieren davon, da unsere Gärten und Parks immer weniger Futter zur Verfügung stellen.
Als Futter grundsätzlich ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt. In ihrer Ernährungsweise teilen sich die Vögel in zwei Gruppen: die Weichfutterfresser und die Körnerfresser.
Bewährt für beide Gruppen haben sich Sämereien und Futtermischungen. Diese Futtermischungen sowie Futterhäuschen und Futtersilos sind preiswert beim NABU Köllertal zu erwerben. Der NABU –Treff in der Marktstraße 21 ist jeweils samstags und mittwochs 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.
Die „Stunde der Wintervögel 2021“ mit Zählung der Wintervögel an der Futterstelle ist für den 8. bis 10. Januar 2021 geplant.
Weitere Informationen unter 06898-2001995 oder www.koellertal.nabu-saar.de

REGIO.news - Bliesgau - Ein Fest für die Sinne - Schmackhafte Landschaften

Statt Kaugummis gibt’s Krokusknollen

By |2020-12-03T18:35:32+01:00November 12th, 2020|Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema|

 | Quelle / Bilder: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz / Bienenfutterautomat
 

Umweltminister Jost übergibt Bienenfutter-Automaten an die saarländischen Landratsämter

Umweltminister Reinhold Jost hat heute den ersten von 15 Bienenfutter-Automaten der Initiative “Bienenretter e.V.“ an Regionalverbandsdirektor Peter Gillo überreicht. Aus dem Bienenfutter-Automaten können Bürgerinnen und Bürger zukünftig Krokus-Knollen oder Blühmischungen ziehen.

Umweltminister Reinhold Jost übergibt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo einen Bienenfutterautomaten Foto: S. Scheibner, MUV

In den Garten gepflanzt, bilden diese im kommenden Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Die Automaten, die bereits vereinzelt im Saarland zu finden sind, sollen bald in allen Landkreisen aufgestellt werden.

„Gerade im frostigen Frühjahr ist das Futterangebot für Insekten noch sehr knapp. Frühjahrsblüher sind deshalb für Bienen, Hummeln und andere Insekten, die auf Nektar angewiesen sind, Gold wert“, betont Umweltminister Jost. „Damit unsere Insekten nach einem entbehrungsreichen Winter genug Nahrung finden, kann schon jetzt jeder Saarländer und jede Saarländerin im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon etwas tun. Die Bienenfutter-Automaten sind eine schöne Möglichkeit hierzu.“

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz stellt jedem Landkreis einen Bienenfutter-Automaten zur Verfügung. Diese werden an gut zugänglichen Orten installiert und je nach Jahreszeit mit passendem Saatgut befüllt. Die quietschgelben Automaten entstanden aus alten Kaugummi-Automaten, die recycelt, einen neuen Zweck erfüllen. Statt Kaugummis enthalten sie derzeit Kapseln mit Krokusknollen, die bei frostfreiem Boden bis in den Dezember gepflanzt werden können und sich mit den Jahren selbst vermehren. Wer 50 Cent einwirft, bekommt eine solche Kapsel mit mehrjährigem Saatgut.

Damit die Kapseln nicht einfach im Müll landen, sondern wieder befüllt werden können, sollte man sie nach der Leerung in den dazugehörigen Briefkasten neben den Bienenautomaten werfen. Der Erlös aus den Automaten soll in die Nachbestellung von Saatgut reinvestiert werden und so der ehrenamtlichen Initiative “Bienenretter e.V.“ zugute kommen, die das Bienenfutter zur Verfügung stellt und in Kooperation mit dem Erfinder, dem Dortmunder Sebastian Everding, die Idee der Futterautomaten in die Tat umgesetzt hat.

„Besonders Bienen und Wildbienenarten gehören zu den wichtigsten Bestäubern und haben eine enorme ökologische Bedeutung für Natur, Landwirtschaft und somit auch für den Menschen. Da die quietschgelben Automaten gleich ins Auge fallen, sind sie auch eine ausgezeichnete Werbung. Sie erinnern die Bürger daran, dass sie selbst viel tun können, damit es Bienen und anderen Insekten gut geht “, so Minister Jost. „Wir wollen weitere Automaten nicht nur an Landratsämter, sondern auch an ehrenamtliche Vereine und Naturschutzinitiativen übergeben.“ Eine Liste mit den Standorten der Automaten wird fortlaufend auf der Website des Ministeriums ergänzt werden.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo freut sich über die schöne Idee: „Wir suchen derzeit noch nach dem passenden Standort für den Automaten und hoffen auf eine rege Nutzung“, sagt er bei der Übergabe am Saarbrücker Schloss.

Weitere Informationen zum Thema naturnahe und insektenfreundliche Gartengestaltung oder zum Förderprogramm für innerörtliche Blühflächen finden Sie auf der Website des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

REGIO.news - Bliesgau - Ein Fest für die Sinne - Schmackhafte Landschaften

Marienkäfer-Jahr 2020

By |2020-12-03T18:50:43+01:00Oktober 30th, 2020|Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema|

 | Quelle: Gnadenhof Eiweiler / Bild: Adobe Stock
 

Neben dem Vierblättrigen Kleeblatt und dem Schornsteinfeger gilt der Marienkäfer als Glücksbringer oder Glückssymbol.

Das Vorkommen an Marienkäfern ist dieses Jahr deutlich höher als sonst.

Große Marienkäferschwärme sind derzeit in Deutschland unterwegs.

Aufgrund der bisher milden Herbsttemperaturen in Deutschland sind viele Marienkäfer auch hierzulande auf der Suche nach einem Unterschlupf bzw. Winterquartier. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) verbringen die gepunkteten Insekten ihren Winter am liebsten in Hohlräumen, wie Mauerritzen oder Dachsparren, aber auch Rollladenkästen.

Auch bevorzugen sie kühle und frostfreie Räume. Dort bleiben die Käfer dann bis zum nächsten Frühjahr in ihrem Winterquartier und verfallen in eine Kältestarre. Zwischen März und April, wenn die Temperaturen ansteigen, verlassen sie ihre Winterquartiere wieder.

Beheizte Wohnräume meiden die kleinen Krabbler. Durch geöffnete Fenster oder Türen können sie sich aber auch schon mal zufällig in Wohnungen verirren.

Da Marienkäfer für Menschen keine Gefahr darstellen, sollten sie bei der Beseitigung aber nicht getötet werden.

In Deutschland gibt es ungefähr 70 verschiedene Marienkäferarten. Am häufigsten entdecken wir den einheimischen Siebenpunkt – Marienkäfer, mit schwarzen Punkten auf dem roten Rücken, und den Asiatischen Marienkäfer. Dieser ist erst vor wenigen Jahren vom Menschen eingeführt worden. Vielerorts verdrängt der Asiatische Marienkäfer den Siebenpunkt und andere einheimische Marienkäferarten.

Sowohl der heimische als auch der Asiatische Marienkäfer sind als gefräßige Blattlaus- und Reblausvertilger bekannt und gelten  in Wein, Obst und Getreide als Nützlinge.

REGIO.news - Bliesgau - Ein Fest für die Sinne - Schmackhafte Landschaften

NABU-App „Vogelwelt“

By |2020-09-16T21:48:57+02:00September 16th, 2020|Natur, Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema|

| Quelle / Bilder: NABU Saarland

Einzigartige freigestellte Fotos & Bestimmungfunktion

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig! Wichtigste Funktionen sind Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Erhältlich für iOS und Android.

 

REGIO.news - NABU Saarland - Vogelwelt-App

Die NABU-Vogelwelt ist die kostenlose App für Vogelliebhaber und alle anderen, denen der Schutz unserer Natur mit ihrer Vielfalt am Herzen liegt. Mit vielen praktischen Funktionen und ausführlichen Artenportraits ist sie ein ideales Werkzeug, um sich über die heimische Vogelwelt zu informieren und selber Vögel zu bestimmen, zu registrieren und zu melden.

Die kostenlose Basisversion enthält:

  • Detaillierte Informationen zu 308 Vogelarten
  • 1.400 Bilder in 308 Bestimmungstafeln mit einzigartigen freigestellten Fotos
  • Art-Portraits zu jeder Art mit Hinweisen zu Aussehen, Bestimmung und Verwechslungsmöglichkeiten, Ökologie, Gesang, Gelegen, Verhalten sowie Häufigkeit und Bestand
  • Europäische Verbreitungskarten zu jeder Art
  • Möglichkeit der Beschränkung auf die 100 häufigsten Vögel als Hilfe für Einsteiger
  • Galerie-Ansicht mit Gruppen ähnlicher Vogelarten
  • Gruppenansicht mit einer streng taxonomischen Anordnung nach den Familien der IOC-Liste
  • A-Z-Ansicht mit Anzeige der Vögel in alphabetischer Reihenfolge
  • Artnamen in 20 verschiedenen Sprachen anzeigen
  • Suchfunktion für das schnelle Finden einer Vogelart
  • Intuitive Bestimmungsfunktion
  • Ähnliche Arten anzeigen
  • Vergleichen-Funktion zum direkten Vergleich von Bildern, Verbreitungskarten, Eiern, und Vogelstimmen von bis zu 8 Arten auf dem iPhone und bis zu 16 Arten auf dem iPad
  • Standortbestimmung und Datenerfassung mittels GPS
  • Anlegen von Beobachtungslisten
  • Export von Beobachtungslisten

Plakette “Insektentankstelle” stark nachgefragt

By |2020-08-11T16:16:39+02:00August 11th, 2020|Natur, Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema|

| Quelle / Bilder: NABU Köllerbach

Die Plakette des NABU Köllertal “Insekten-Tankstelle” ist weiterhin stark nachgefragt und kann beim NABU beantragt werden.

NABU Köllertal Insekten-Tankstelle
NABU Köllertal Insekten-Tankstelle

Der NABU Köllertal zeichnet mit seiner Aktion “Insekten-Tankstelle” Vorgärten und Gärten aus die eine besondere Blütenvielfalt für nektarsammelnde Insekten anbieten. Der NABU möchte damit sensibilieren das es Alternativen zu reinen Steinwüsten gibt. Es geht um eine ausgewogene Landschaftgestaltung die direkt vor der Haustür beginnt.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim NABU Köllertal unter:
nabu-koellertal@gmx.de
Telefon: 0 68 98 / 200 1995

Der Bruderhahn darf auch leben

By |2020-08-10T09:11:39+02:00August 10th, 2020|Kulinarisches, Natur, Tierisches, TOP Thema, TOP Thema Header|

| Bild: AdobeSTock@Galyna • Quelle: REGIO.news

Initiativen wie Bruderhahn, Haehnlein oder SPITZ&BUB von REWE sorgen dafür, dass die Brüder von Legehennen am Leben bleiben.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner möchte das Töten männlicher Küken spätestens bis Ende 2021 per Gesetz verbieten. Diese aktuelle Ankündigung verleiht dem Thema Kükentöten nicht nur erneut mediale Brisanz, sondern zwingt auch den Einzelhandel dazu, ihr Eier-Sortiment demnächst umzustellen. Dass die Aufzucht männlicher Küken durchaus möglich ist, stellt die Marke haehnlein bereits seit 2012 erfolgreich unter Beweis und gilt als einer der Pioniere in Bezug auf die Bruderhahn-Aufzucht. Bis heute konnte haehnlein mehr als eine Million Küken retten. Auf dem Weg dorthin hatten die Kuekenretter allerdings einige Hürden zu überwinden. Ein Rückblick.

 

Bruderhahn Initiativen REGIO.news
haehnlein rettet über 1 Million männliche Küken

Bis heute konnte haehnlein mehr als eine Million Küken retten. Auf dem Weg dorthin hatten die Kuekenretter allerdings einige Hürden zu überwinden. Ein Rückblick.

Werden bald alle Bruderhähne von legehennen groß gezogen? - REGIO.news

Werden bald alle Bruderhähne von Legehennen groß gezogen?

haehnlein rettet mehr als eine Million männliche Küken

Die männlichen Küken aufzuziehen, statt sie zu schreddern oder zu vergasen – diese Vision hatte Fritz Behrens, Initiator der Marke haehnlein, bereits im Jahr 2012. Damals fand die inzwischen sehr präsente Kükenproblematik allerdings erst wenig mediale Beachtung. Und auch vielen Verbraucher war nicht wirklich bewusst, dass jedes Jahr mehrere Millionen männliche Küken getötet werden. Seine Tochter Annalina Behrens hat die Vision ihres Vaters weitergedacht und so wurde die Marke haehnlein zum Kuekenretter mit mittlerweile rund 250 Mitarbeitern.

Die ersten Schritte

„Als wir 2012 mit der Planung begonnen haben, eine eigene Brüterei in unsere Kreislaufwirtschaft zu integrieren, haben wir uns von Anfang an gegen die gängige Praxis ausgesprochen, die männlichen Geschwister unserer Legehennen direkt nach dem Schlupf zu töten. Unser Ziel war es, eine für uns ethisch vertretbare Lösung zu finden – auch wenn man uns immer wieder davon abgeraten hat die männlichen Küken aufzuziehen“, erklärt Annalina Behrens. Stand 2012 war die Geflügelbranche nämlich der allgemeinen Überzeugung, dass es nicht rentabel sei, die Hähne aufzuziehen, da sich ihr Fleisch nicht vermarkten lasse. Darüber hinaus würden sich die Bruderhähne regelmäßig gegenseitig angreifen, was eine Aufzucht zusätzlich problematisch mache. Von diesen kritischen Einwänden ließen sich Vater und Tochter Behrens jedoch nicht aufhalten. Nach einer kurzen Testphase, in der damals erstmals circa 100 männliche Küken gerettet und aufgezogen wurden, zeigte sich, dass die Aufzucht unter den richtigen Rahmenbedingungen – beispielswese genügend Platz, reichlich Auslauf, viele Klettermöglichkeiten und vor allem zahlreiches Beschäftigungsmaterial wie Heunetze und Luzernen – durchaus möglich ist.

Aufgeben war nie eine Option

„Natürlich hat nicht alles auf Anhieb so funktioniert, wie wir es uns gewünscht haben – unser Konzept aufzugeben, war für uns jedoch nie eine Option. Stattdessen haben wir gemeinsam nach Lösungen gesucht und einfach viel ausprobiert. Den Ansatz „Learning by doing“ verfolgen wir bis heute“, betont Annalina Behrens. „Geht nicht, gibt es bei uns eben nicht.“ Genau aus dieser Motivation heraus ist dann das erfolgreiche haehnlein-Konzept entstanden, bei dem die Bruderhähne vier Monate lang – also fast drei- bis viermal so lange wie konventionelle Masthähnchen – unter optimalen Bedingungen aufgezogen werden. Ihre Aufzucht wird dabei über den Preis der verkauften Bio-Eier, die im Einzelhandel circa 4 Cent mehr pro Ei kosten, querfinanziert.

Die wahrscheinlich größte Herausforderung bestand für die Marke haehnlein allerdings darin, die Bio-Eier und das Bio-Fleisch der Bruderhähne flächendeckend im Einzelhandel zu platzieren. Schließlich gab es im Jahr 2012 noch keinen etablierten Markt für Produkte dieser Art. Die Marke haehnlein zählt daher nicht nur zu den Pionieren in der Aufzucht der männlichen Tiere, sondern auch in der Vermarktung der Bruderhahn-Eier sowie dem Bruderhahn-Fleisch. Viele Einzelhändler waren dabei zu Beginn eher skeptisch und konnten sich nicht vorstellen, dass Kunden tatsächlich einen Mehrpreis für ihre Bio-Eier bezahlen würden, um die Aufzucht der männlichen Küken zu finanzieren. Es gab jedoch auch Ausnahmen, die der jungen Marke eine Chance gaben – auch wenn diese zu Anfang mit Einschränkungen verbunden war. „Bis März 2015 war es uns nicht erlaubt, unsere Eierkartons mit einem Hinweis auf unser Konzept zu kennzeichnen. Kunden konnten also nicht direkt erkennen, dass für unsere Bio-Eier keine männlichen Küken getötet werden“, erklärt Annalina Behrens. Grund war die Befürchtung, diese Information könnte die anderen Anbieter abwerten. „Um unser Alleinstellungsmerkmal trotzdem deutlich zu kommunizieren, haben wir daraufhin jeden Eierkarton mit Einlegekärtchen versehen, die dem potenziellen Käufer beim Kontrollieren der Eier ins Auge gesprungen sind. Dadurch haben wir den Kunden unser Konzept erstmals nähergebracht.“

„Unsere Kunden sind Kuekenretter!“

Der erste Schritt in Richtung Erfolg war somit gegangen. Und mit der Zeit stieg die Kundennachfrage nach den haehnlein-Eiern immer weiter an. Ein sehr wichtiger und unterstützender Faktor war und ist in diesem Zusammenhang auch die Berichterstattung seitens der Presse, die bestehende Missstände innerhalb der Branche nach und nach aufgedeckt hat. Diese zunehmende Aufklärung und Transparenz öffnete der Marke haehnlein nicht nur auf Seite des Handels einige Türen, sondern auch auf Verbraucherseite. Immer mehr Kunden wurden auf das Thema Kükentöten aufmerksam und fingen an, explizit die Eier nachzufragen, für die keine männlichen Küken getötet werden. „Auch unsere Kunden sind eben echte Kuekenretter“, sagt Annalina Behrens stolz. „Ohne sie hätten wir es niemals geschafft, unsere Vision durchzusetzen und uns so erfolgreich am Markt zu etablieren.“

Vor allem in den vergangenen drei Jahren hat sich das Handeln seitens des Einzelhandels und vieler Unternehmen im Hinblick auf die Thematik Kükentöten allerdings deutlich verändert. Die stärkere mediale Präsenz des Missstands hat dazu geführt, dass sich inzwischen immer mehr Anbieter, die nun ebenfalls die Bruderhähne aufziehen, im Sortiment des Einzelhandels wiederfinden. Annalina betont: „Wir sehen diese Entwicklung keinesfalls als Konkurrenzkampf, sondern freuen uns über das Umdenken in der Branche. Es gibt viele Probleme auf der Welt, die man nicht so einfach lösen kann, aber dieses Problem eben schon. Man darf dabei nicht vergessen: Grundsätzlich ist das Kükentöten in Deutschland immer noch nicht verboten, obwohl wir mit haehnlein nun seit bereits acht Jahren beweisen, dass der Verzicht darauf durchaus möglich ist. Wir wünschen uns deshalb, dass noch mehr Betriebe unser haehnlein-Konzept aufgreifen, und sind stolz darauf, Vorreiter dieser Praxis zu sein.“

Pläne für die Zukunft

Und auch für die Zukunft hat die Marke haehnlein bereits einige Pläne. Vor allem die Vermarktung des Bruderhahn-Fleisches steht dabei im Vordergrund. Was haehnlein bereits mit ihren Bio-Eiern geschafft hat, möchte die Marke auch mit ihrem Fleisch erreichen. „Auch hier wünschen wir uns ein noch stärkeres Umdenken innerhalb der Branche, aber auch seitens der Verbraucher. Wir wollen nicht dazu aufrufen, mehr Fleisch zu konsumieren, sondern die Menschen dazu ermuntern, Fleisch bewusster zu konsumieren und dabei auf Qualität zu achten,“ erklärt Behrens. Für Verbraucher, die nicht mehr auf Eier „ohne Kükentöten“ verzichten möchten, empfiehlt es sich daher, beim Fleischkonsum auf den Verzehr von Bruderhahn-Fleisch zu vertrauen, da dessen Nachfrage die Aufzucht der männlichen Küken zu stattlichen Bruderhähnen wirtschaftlich begünstigt.

Annalina Behrens blickt der Zukunft so oder so optimistisch entgegen: „Als Marke halten wir weiterhin an unserer Vision fest, das generelle Umdenken in der Gesellschaft voranzutreiben, sodass das Kükentöten nicht mehr nur als Missstand von anderen aufgefasst, sondern als eigene Aufgabe, die jeder lösen kann, gesehen wird. Wir möchten weg von negativer Information, hin zu positiver Motivation. Schließlich kann jeder von uns ein Kuekenretter sein.“

 

Bezugsquellen:

REWE MARKT
Marco Martin
Am Bahnhof 1
66265 Heusweiler

REWE MARKT
Andreas Straub
Braugasse 2
66557 Illingen

Mobile Mähbande hält Brombeeren und Wildwuchs kurz

By |2020-08-07T20:59:39+02:00August 7th, 2020|Natur, Natur & Freizeit, Tierisches, TOP Thema, TOP Thema Header|

| Quelle / Bilder: Stadt Püttlingen

Ungewohntes tut sich zurzeit am Geisberg. Mitten zwischen Wildwuchs und Brombeeren knabbert eine Gruppe Schafe Brombeerblätter, Wildrosen und Gras ab. Denn abseits der Köllerbachaue, wo die großen Büffel und Rinder weiden, sorgen auch etwas kleinere Huftiere dafür, dass die Püttlinger Landschaft nicht verbuscht – und so ganz nebenbei fördern sie damit die Struktur- und Artenvielfalt in der Köllertalstadt.

Mobile Mähbande der Stadt Püttlingen
Stadt Püttlingen - Frau Schaub mit den Schafen
Frau Schaub mit den Schafen

Neben dem stationären Waldschafprojekt des Natur- und Vogelschutzvereins Püttlingen im Mühlengrund gibt es nämlich eine weitere, mobile Schafherde in Püttlingen. Insgesamt 20 Schafe, genauer Heidschnucken sowie Waldschafe, gehören zu dem Beweidungsprojekt, das 2018 vom Runden Tisch Landschaft ins Leben gerufen wurde und von Frau Schaub betreut wird. Als mobile Mähtruppe ist ihr Standort variabel. So grasen sie ganz flexibel auf festgelegten, städtischen wie privaten Flächen, wie im Erbachtal oder aktuell am Geisberg. Die alten, vom Aussterben bedrohten Landschafrassen machen dabei vor kaum einem Gewächs halt: Brombeeren, Wildrosen, Weißdorn, aber auch Disteln und Brennnesseln schmecken ihnen besonders gut. Die Ernährung ist ganz auf das Beweidungsareal abgestimmt – auf dem Speiseplan stehen nur Pflanzen, Kräuter oder Gräser aus der unmittelbaren Umgebung. Das macht sie zu idealen Tieren für die  Beweidungsprojekte. Selten gibt es Kraftfutter – das ist den Muttertieren nach den ersten Tagen der Geburt vorbehalten. Was den Schafen jedoch gar nicht gut tut ist mitgebrachtes Essen, wie beispielsweise Brot. Was von Passanten und Besuchern lieb gemeint ist, kann bei den Tieren schwere gesundheitliche Folgen haben oder gar zum Tode führen. Daher sollten Sie beim Besuch der genügsamen Tiere von zusätzlichem Futter unbedingt absehen! Aktuell besteht die Herde aus Weißen Gehörnten Heidschnucken (ein Muttertier und ein Lamm), Grauen Gehörnten Heidschnucken (ein Muttertier und ein Lamm) sowie weißen und braunen, behornten und unbehornten Waldschafen. Insgesamt umfasst die Herde 9 Muttertiere, 10 Lämmer und einen Bock.

Tiere vom Gnadenhof Eiweiler in der Corona Krise versorgt

By |2020-04-03T16:41:23+02:00April 3rd, 2020|Natur, Tierisches, TOP Thema|

Heusweiler • 03. April 2020 • Text & Bild: Lothar Braun

Auch während der Corona-Krise ist die Versorgung der über 60 Tiere auf dem Hof sichergestellt. Jutta und Lothar Braun haben sich rechtzeitig mit ausreichend Heu und Körnerfutter eingedeckt.

Einzelne ehrenamtliche Helfer unterstützen die Arbeit mit ausreichend Sicherheitsabstand.

Besuche des Gnadenhof Eiweiler sind bis auf weiteres leider nicht möglich.

Geplante Veranstaltungen mit Schulklassen, KITAS oder anderen Besuchergruppen mussten ebenso abgesagt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Besuche zu einem späteren Termin nachgeholt werden können.

Geburtshilfe bei Schaf und Ziege – Gnadenhof Eiweiler informierte sich

By |2020-03-09T22:45:31+01:00März 9th, 2020|Natur, Tierisches|

Heusweiler • 09. März 2020 • Text & Bild: Lothar Braun

Geburtshilfe bei Schaf und Ziege“ lautete das Thema eines Vortrages, zu welchem die Tierarztpraxis Peter Wagner in Oberthal am 03.03.2020 nach Steinberg-Deckenhardt eingeladen hatte. Zahlreiche Interessierte kamen der Einladung nach. Als Referent konnte Dr. Henrik WAGNER, Leiter der Tierärztlichen Ambulanz an der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz am Klinikum Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen gewonnen werden.

Der aus dem Saarland stammende Tierarzt und Dipl.-Ing. agr. ist ein anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet; privat hält und züchtet er seit 25 Jahren Schafe. Die Haltung von Schafen und Ziegen ist umfangreich und vielschichtig, auch bei der Nachzucht gibt es vieles zu beachten. Zu Beginn seines Vortrages wies Dr. Wagner auf die relativ große Sterblichkeitsrate von ca. 10 % bei Lämmern hin, wodurch der fachgerechten Geburtshilfe eine große Bedeutung zukommt.

Behandelt wurden u.a. die Themen Physiologie von Trächtigkeit und Geburt, Trächtigkeitserkrankungen, Geburtsstörungen und Geburtshilfe sowie Lämmer – Erkrankungen. Dr. Wagner gab Tipps zur Berichtigung von fehlerhaften Lagen oder bei Mehrlingsgeburten. Sehr anschaulich ging er auch auf die einzelnen Geburtsstadien und die Untersuchung des gebärenden Muttertieres ein.

Dabei ist oberster Grundsatz: Sauber arbeiten, um das Tier vor Infektionen zu schützen!

Von sehr großer Bedeutung ist, dass das Lamm innerhalb weniger Stunden nach der Geburt Kolostrum, also die Biestmilch aufnehmen kann. Zum einen enthält sie jede Menge Fett und damit Energie, die dem Lamm ermöglicht, in seiner neuen Umgebung zu überleben. Zum anderen enthält Biestmilch Antikörper, die das Lamm solange schützen, bis es selbst genügend Antikörper produzieren kann. Auch nach dem Vortrag gab es noch Gelegenheit sich zu informieren und untereinander auszutauschen.

Beim Gnadenhof Eiweiler gibt es keine Zucht, sondern es werden dann Lämmer geboren, wenn Tiere aufgenommen wurden, welche tragend sind. In den zurückliegenden Jahren war dies vier mal der Fall. Daher ist es den Betreibern und ihren Helfer/innen wichtig, für solche Ereignisse, mit einem soliden Grundwissen ausgestattet und vorbereitet zu sein.

Dazu bot dieser Vortrag eine sehr gute Gelegenheit.

 

Auf dem Bild: v.l.n.r.: Teilnehmerinnen Gnadenhof: Helga Krämer, Jutta Braun, Ute Ziegler, Maria Hoffmann, Hannelore Hummel. Tierärzte: Michael Reis, Dr. Henrik Wagner, Peter Wagner

Wildgänse beim Gnadenhof Eiweiler

By |2020-02-16T21:55:58+01:00Februar 16th, 2020|Natur, Tierisches, TOP Thema|

Heusweiler • 16. Februar 2020 • Text & Bild: Lothar Braun

Aus großer Höhe sind am Samstag, 15.02.2020, auf einem Feld beim Gnadenhof Eiweiler, zwei Nilgänse nieder gegangen. Von dort liefen sie zum Köllerwieserbach, wo auch diese Aufnahme entstand. Hier suchten sie im Wasser und auf der Wiese nach Nahrung!

Die Herkunft der Nilgans ist Afrika. Auffällig ist die Maske über den Augen der Nilgans. Ganter und Gans unterscheiden sich nur leicht in der Größe. Es dürfte sich hier um ein Pärchen handeln. Die Nilgänse sind Zugvögel. Auch sie fliegen eigentlich in größeren Formationen, wie die Kraniche. Im Flug erkennt man den Kranich an seinen langen Beinen, die deutlich über die Schwanzfedern hinaus ragen.

Im Saarland werden Nilgänse mit Schwerpunkt in den Flusstälern von Saar, Mosel und Blies festgestellt. Eigentlich bevorzugen die Tiere alle Stillgewässer und langsam fließende Fließgewässer.